Schitouren im Heutal ab Winter 2016/17

Ende der kostenlosen Pistenschitouren im Heutal eingeläutet

 

 

 

Der Trend auf Pisten mit Tourenschiern zu gehen ist ungebrochen, bzw. es ist so, dass die Schitourengeher jährlich mehr werden. Leider richtet sich die Schneefallmenge nicht danach. Hier ist eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. Die weiße Pracht wird immer weniger. Kein Wunder ist es also, dass diese schneebegeisterten Sportler fast gezwungen sind, auf präparierten Pisten aufzusteigen oder zumindest abzufahren.

 

Das Heutal ist bekannt als ausgezeichnetes Schitourengebiet, als ein sicheres „Schneeloch“. Es ist ein sehr beliebtes Wanderziel für Bergsportler aus dem Berchtesgadener Land. Deshalb wurde es, besonders aber der Heutallift im Talschluß, regelrecht von Tourengehen überrannt.  Das wurde von den Liftbetreibern schon länger mit sehr gemischten Gefühlen beobachtet.  Einerseits ist es toll, wenn sich was rührt. Andererseits wird die aufwändig präparierte Piste von Nichtzahlern abgenutzt, welche für die zahlenden Liftler gedacht ist.

 

Verständlicherweise mussten sich die Liftbetreiber etwas einfallen lassen, das für beide Seiten einen annehmbaren Kompromiss ergibt. Seit dieser Saison müssen Tourengeher ein Touren-Ticket für die Benutzung der Piste 7,-- € lösen. Hierbei wird die von der Gemeinde erhobene Parkplatzgebühr von 5,-- € gegengerechnet. Ein Rechenbeispiel: Wenn zwei Personen im Auto sind kostet es  9,-- € für beide für die Abfahrt, wobei 5,-- € an die Gemeinde fallen, es sind also insgesamt 14,-- € zu berappen. Drei Leute zahlen 21,-- € u.s.w. Dafür darf man allerdings einmal mit dem Lift hochfahren und hat somit einen zusätzlichen Abfahrtsgenuss auf gutem Untergrund. Natürlich kann man auch im freien Gelände abfahren. Dann kostet nur der Parkplatz. Von dieser Regelung unberührt sind die Schitourenziele Sonntagshorn, Reifelberg und Peitingköpfl am Beginn des Hochtals.

 

Es bleibt abzuwarten, wie das Touren-Tickets angenommen wird, sich die Preise für Tourengeher im Heutal entwickeln und ob und wie weit andere Schigebiete nachziehen.